„Was ist was?“
bei Pilzinfektionen

In der Medizin werden verschiedene Pilzarten als Krankheitserreger unterschieden, die zu Pilzerkrankungen (Pilzinfektionen, Mykosen) führen.
Dabei kommen drei Gruppen vor:

  • Hautpilze (Dermatophyten) verursachen Infektionen der Haut wie z.B. Fußpilz und Nagelpilz
  • Hefepilze können zu Erkrankungen im Bereich der Haut und Schleimhäute führen, vor allem auch im Magen-Darm-Trakt (Darmmykose)
  • Schimmelpilze verursachen z. B. Asthma

Pilze können unter besonderen Bedingungen zu lebensbedrohlichen Erkrankungen der inneren Organe führen (systemische Mykose).

Eine Besiedelung mit Pilzen muss nicht in jedem Fall zu einer Erkrankung führen – auf die „Sorte“ kommt es an. In der Medizin werden Pilze nach ihren krank machenden Eigenschaften unterschieden und in drei Gruppen eingeteilt:

  1. als obligat pathogene Pilze werden diejenigen bezeichnet, bei deren Befall es immer zu einer Erkrankung kommt;
  2. fakultativ pathogene Pilze führen nur unter bestimmten Bedingungen zu einer Infektion, z.B. wenn die körpereigene Abwehr geschwächt ist oder ein vorher harmloser Pilz besonders aggressive Eigenschaften entwickelt;
  3. bei nicht krank machenden Pilzen spricht man von apathogenen Pilzen.

Der sehr häufig vorkommende Hefepilz Candida albicans gehört zur zweiten Gruppe und kann Infektionen verursachen. Näheres dazu finden Sie am Beispiel der Pilzinfektion im Darm.

Zur Behandlung der unterschiedlichen Erkrankungen stehen geeignete „Anti-Pilz-Mittel“ (antimykotische Medikamente) zur Verfügung. Dazu gehören z. B. Präparate wie Adiclair® und Mykotin®. Informationen dazu finden Sie hier. Zusätzlich sind in der Therapie bestimmte Grundregeln zu beachten, auf die bei jedem Krankheitsbild eingegangen wird.

Candida albicans