Hefepilze benötigen für ihre Vermehrung und die Ausbildung von krank machenden Eigenschaften Kohlenhydrate, vor allem lieben sie Zucker. Je einfacher diese Zucker verwertet werden können, desto besser für das Wachstum der Pilze. Ein bewusster Umgang mit Zucker und anderen Kohlenhydraten während einer antimykotischen Therapie ist deshalb sinnvoll.
Lebensmittel mit einem hohen Anteil an faserreichen, pflanzlichen Ballaststoffen liefern wenig Nährstoffe für die Pilze. Sie fördern die Beweglichkeit des Darmes und unterstützen die physiologische Darmflora. Ballaststoffreiche Kost trägt damit im weitesten Sinne zur Stärkung der körpereigenen Immunabwehr und zur Abheilung von Hefepilzinfektionen im Darm bei.
Diese Richtlinien gelten nicht nur für die Ernährung während der Therapie einer Darmmykose. Ganz im Gegenteil: streben Sie eine langfristige Umstellung der Ernährung auf darmgesunde Kost an!
Nachfolgend zeigen wir Ihnen die 5 goldenen Regeln auf, die es bei der Ernährung zu beachten gilt:
1. Erlaubt ist, was Ihnen schmeckt nur maßvoll sollte es sein!
Strenge Diätvorschriften haben in der Regel nur einen Effekt sie werden gebrochen. Deshalb sollte Ernährung nicht rigoros einem Schema folgen, sondern auf die individuellen Vorlieben eingehen. Viel wichtiger als strenge Regeln ist der bewusste Umgang mit Nahrungsmitteln, dann fällt die tägliche Umsetzung einer ausgewogenen Vollwerternährung leicht. Dazu gehört auf jeden Fall eine ausreichende Flüssigkeitsmenge, die bei mindestens 1,5 Litern zuckerfreier Getränke liegen sollte. Für einen Tagesspeiseplan haben wir Ihnen weiter unten einen Vorschlag zusammengestellt, wie ausgewogene Ernährung aussehen kann.
2. Gemüse und Salate als Hauptbestandteil einer Mahlzeit!
Sie sind Lieferanten für viele lebenswichtige Vitamine und Ballaststoffe. Rohkost ist die vitaminreichste Variante, die jedoch leider nicht immer gut vertragen wird. Gemüse kann deshalb kurz in kochendem Wasser blanchiert werden. Auf jeden Fall gilt: je schonender die Zubereitung, desto eher bleiben die Vitamine erhalten. Jede Hauptmahlzeit sollte zu mehr als 50% aus Gemüse oder Salaten bestehen.
3. Bewusster und sparsamer Umgang mit Zucker!
Im Rahmen einer darmgesunden Ernährung sollten Sie bewusst auf einfache Zucker wie Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker in Ihrem Speiseplan achten. Diese Zucker verstecken sich in vielen Lebensmitteln, ein Blick auf die Inhaltsstoffe bei Konserven, Fertigsaucen und Joghurts hilft weiter. Beim Heißhunger auf Süßes kann eine Obstmahlzeit die erste Attacke überwinden helfen. Auch hier gilt: Genuss ist erlaubt im richtigen Maß.
4. Sparen Sie bei Fetten!
Übermäßige und fettreiche Ernährung gilt nachgewiesenermaßen als Risikofaktor für Krebsentstehung und Herzerkrankungen. Auch bei versteckten Fetten ist Vorsicht geboten: sie verbergen sich in Wurst, Käse, Backwaren und Fertiggerichten besonders gern. Bevorzugen Sie Butter und naturbelassene Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren.
5. Das Auge isst mit!
Ein schön gedeckter Tisch, eine phantasievoll angerichtete Mahlzeit: so motivieren Sie nicht nur kleine Zappelphilippe zu vernünftigem Essen.
Ruhige Atmosphäre und ausreichend Zeit tragen entscheidend dazu bei, dass wir mit unserem Essen bewusster umgehen und es als Möglichkeit sehen, selbst etwas für unsere Gesundheit zu tun.
Vorschlag für einen Tagesspeiseplan, der Pilze ärgert!
Frühmorgens:
Frühstück:
Mittagessen:
Zwischenmahlzeit:
Abendessen: